FairtradeStadt Senden

Senden ist Fairtrade-Stadt. Fairtrade-Städte fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen.

Seit April 2019 ist Senden Fairtrade-Stadt, eine von mehr als 2.000 Städten in 30 Ländern der Welt. Darunter London, Rom, San Francisco, Berlin und München. Fairtrade-Städte fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Das Engagement der vielen Menschen zeigt, dass eine Veränderung möglich ist. Jede und jeder kann etwas bewirken

Aktionen und Kampagnen

Im Rahmen der Projektwoche "Senden ist bunt" präsentiert die Steuerungsgruppe Fairtrade am Sonntag, den 15.05.22 einen Infostand mit vielen verschiedenen Aktionen. 

Die Steuerungsgruppe Fairtrade der Stadt Senden lädt zum Vortrag „Globale Lieferkette“ ein.

 

Egal auf welchem Kontinent oder in welchem Land: Menschen wollen mit ihrer Arbeit mindestens so viel verdienen, dass sie davon leben können. Wenn ein Bauer trotz harter körperlicher Arbeit seine Familie nicht ernähren kann, dann liegt das zum Teil auch an ungerechten Welthandelsstrukturen. Im Fairen Handel sind die Strukturen anders: Die Produkte werden zu fairen Bedingungen hergestellt und importiert. Im Mittelpunkt stehen die Produzentinnen und Produzenten, denn: Der Faire Handel ist mehr als Import und Vertrieb von Produkten. Er gibt den Menschen hinter den Produkten ein Gesicht. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern, ist das Ziel des Fairen Handels.

Beim Fairen Handel geht es nicht nur um den Warenhandel, sondern es geht auch darum, auf politischer Ebene für mehr Gerechtigkeit einzutreten. Zwar ist der Faire Handel nicht die Lösung für alle Probleme dieser Welt, aber er bietet benachteiligten Produzenten eine Möglichkeit, ihre Produkte unter fairen Bedingungen zu vermarkten.

Unter dem Motto „Wie Fairtrade den Unterschied macht“ und „Auswirkungen der Pandemie und des Ukraine-Kriegs auf die globale Lieferkette“ findet am Freitag, den 13. Mai 2022 ein Vortrag mit der Fairtrade-Referentin Dipl.-Biol. Birgit Mayer im Illertal-Forum Bürgerhaus um 18:30 Uhr statt.

Hierzu laden wir alle interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmer herzlich ein.

Der Vortag ist kostenlos. Jeder Besucher erhält eine "FAIRE TÜTE" mit einer Überraschung.

Der Nikolaustag am 6. Dezember in Gedenken an den Heiligen Nikolaus von Myra wird in vielen Familien gefeiert. Nikolaus ist einer der bekanntesten Heiligen und vor allem bei Kindern beliebt. Für die Kindergarten- und Grundschulkinder ist der Nikolaustag ein Höhepunkt in der Adventszeit.

Am Nikolaustag 2021 organisierten die Elternbeiräte der Grundschulen mit Unterstützung der Stadt Senden eine Nikolausaktion und verschenkten zahlreiche Päckchen mit FAIRTRADE-Schokoladennikoläusen an Kindergarten- und Schulkinder, sowie deren Erzieherinnen, Erzieher und Schuleiterinnen.

Mit gutem Gewissen „fairnaschen“. Die Gute Schokolade schmeckt nicht nur gut, sie tut auch ganz viel Gutes! Es bedeutet, dass der Rohstoff Kakao unter den bekannten Fairtrade-Bedingungen zur Unterstützung von Kleinbauern und kleinbäuerlichen Kooperativen hergestellt und gehandelt wird. Bei Produkten mit dem Fairtrade Cocao Programm Siegel können Sie sicher sein, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bauern und Beschäftigten durch faire Preise verbessert werden. Außerdem sind illegale Kinderarbeit und Zwangsarbeit verboten.

Ein schönes Gefühl und eine tolle Sache.

Unter dem Motto "Zukunft fair gestalten" hat die Steuerungsgruppe Fairtrade der Stadt Senden eine Fotoausstellung zum Thema Nachhaltigkeit auf die Beine gestellt. Zu sehen war diese im Oktober 2021 im Foyer des Rathauses. Das eigene Wissen der Besucher konnte mit einem Kaffeequiz auf die Probe gestellt werden.

Bis zum 30. April 2021 wurden die Kommunen bundesweit aufgerufen, die Resolution „Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz“ zu unterzeichnen.

Auch die Stadt Senden unterstützt die Resolution „Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz“. „Wir wollen als Kommune keine Steuergelder für Menschenrechtsverletzungen, Ausbeutung oder Umweltssünden ausgeben. Das betrifft die gesamte Lieferkette, vom Rohstofflieferanten bis zum ausführenden Unternehmen. Ein gesetzlich verbindlicher Rahmen ist deshalb längst überfällig und ist eine gute Unterstützung für ein faires und nachhaltiges Beschaffungswesen auf kommunaler Ebene.

 

Unter dem Motto "fair in den Tag" beteiligte sich die Städtische Wirtschaftsschule Senden an der Aktion der gleichnamigen Fairtrade-Schools Kampagne. Schüler*innen und Lehrkräfte bereiten sich selbst ein faires Frühstück zu. dabei kamen unter anderem fairer Kaffee und Tee, faire Bananen oder fairer Brotaufstrich auf den Tisch. Neidisch auf das leckere Frühstück konnte man bei den Fotos werden, welche die Teilnehmer*innen der Wirtschaftsschule Senden eingeschickt haben. Die Freude über diese tolle und gelungene Aktion, bei der wir den fairen Handel wieder unterstützen konnten, war sehr groß.

Handy, tropische Früchte, Wasser: Um diese Themen ging es bei einer digitalen Akademie der Kampagne "Fairtade Schools", an der auch die Wirtschaftsschule Senden (WiSS) teilgenommen hat. Die Schülerinnen und Schüler wurden für die Probleme bei Herstellung und Transport sensibilisiert. Anhand von Filmen, Diagrammen und Interviews wurde abwechslungsreich Wissen an die Schüler*innen herangebracht und mit einem kleinen Quiz sogar vertieft", teilt die WiSS mit. Bei der nächsten Akademie ist das Fairtrade-Team auf jeden Fall wieder dabei.

Senden ist weiterhin „Fairtradestadt“

Die Stadt Senden erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2019 durch TransFair e.V. verliehen. Seitdem baut Senden sein Engagement weiter aus.

Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Rezertifizierung als Fairtradestadt zeigt, dass alle Beteiligten aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik, auf einem guten Weg sind, den fairen Handel in Senden fest zu verankern. Durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure ist Senden Teil des internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns geworden. Das bestärkt uns, wir werden weiterhin mit viel Elan den fairen Handel auf lokaler Ebene fördern.“

Vor zwei Jahren erhielt die Stadt Senden von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Die Bürgermeisterin und der Rat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement Sendens in Fairtrade-Towns ist vielfältig: Beispiele hierfür sind die Faire Woche, der Fairtradestand auf dem Weihnachtsmarkt, das Fair Play Schulprojekt mit Fairtrade-Sportbällen und nicht zuletzt unsere Wirtschaftsschule als Fairtradeschool.

Senden ist eine von über 700 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Weiter Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne finden Sie unter www.fairtrade-towns.de

Mit Fairen Rosen für Frauenrechte

Sag es mit Rosen! TransFair Rosenaktionswochen rund um den Weltfrauentag vom 14. Februar bis 14. März 2021

LASST BLUMEN SPRECHEN

Vom 14. Februar bis zum 14. März 2021 rund um Valentins- und den Weltfrauentag am 08. März hieß es „FLOWER POWER – Sag es mit fairen Rosen“. Der Großteil der internationalen Blumenproduktion erfolgt in Ländern des globalen Südens. Jede dritte in Deutschland erhältliche Rose stammt mittlerweile aus fairem Handel und trägt zur Stärkung besonders von Frauenrechten bei. Auf den Blumenplantagen im Süden sind die dortigen Arbeitsbedingungen oft miserabel, dies trifft besonders die vielen Frauen, die dort beschäftigt sind. Durch den Anbau von Blumen mit FAIRTRADE- Standards werden Frauen wirtschaftlich und finanziell unabhängiger und können selbstbestimmter ihre Zukunft gestalten.

Wichtige Partner

Wichtige Partner des fairen Handels sind Kitas, Schulen, Kirchengemeinden, die öffentliche Verwaltung, Gastronomie und der Einzelhandel.

  • Kitas fördern bei Kindern spielerisch das Gespür für Gerechtigkeit.
  • Schulen thematisieren Armut und Überfluss im Unterricht und erreichen somit Kinder und junge Erwachsene, die sich anschließend für den fairen Handel interessieren und Fairtrade Schools gründen wie die WiSS (Wirtschaftsschule Senden) in Senden.
  • Kirchen und öffentliche Verwaltung setzen faires Handeln um, erreichen unterschiedliche Menschen in verschiedenen Lebensbereichen und fördern so das Bewusstsein für fairen Handel.
  • Gastronomie und Einzelhandel bieten den Menschen ein breites Angebot an fairen Produkten zum Genießen und für den täglichen Bedarf. Immer mehr Privathaushalte entscheiden sich beim Einkauf für fair produzierte, nachhaltige und regionale Waren.