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Drei Sühnekreuze in Senden

 

"Am Kirchwege zwischen Wullenstetten und dessen früherer Filiale Senden standen einst drei Steinkreuze. Zwei davon sind heute noch erhalten" (Aus Sendens vergangenen Tagen von Friedrich Schäfer). Beide Sühnekreuze aus Sandstein gehauen und durch die Verwitterung stark gerundet stehen am Kellerweg, der eine an der Böschung des Kellers der ehemaligen Schwarzschen Brauerei (1), der andere im Garten des Hermann Nothelfer neben dem Feldreuz (2) Über deren Herkunft ist nichts bekannt.Das wahrscheinlich älteste der drei Sühnekreuze aus Kalkstein gehauen, wird als Denkmal und Relikt aus vergangenen Tagen im Bürgerhaus Senden ausgestellt. Der ehemalige Standort (3) ist in dem aus dem Jahr 1887 stammenden Plan eingetragen. Nach den Angaben des Finders war dies die frühere Kreuzung der Fußwege Aufheim - Wullenstetten und Senden - Weiler.
Der Kreuzpunkt liegt geographisch inmitten des Autobahnzubringers.

Das Kreuz ist Zeugnis eines blutigen Ereignisses: Die Ermordung eines Junkers Konrad von Aufheim zu Beginn des 14. Jahrhunderts durch einen Grafen von Kirchberg aus der Wullenstettener Linie. Als Sühne für seine Tat stiftete der Graf von Kirchberg, wie dies im Mittelalter üblich war, ein Sühnekreuz. (Näheres: siehe Chronik von Aufheim, Dr. Rudolf Poppa)

Das Kreuz, das 1905 durch den Wullenstettener Arzt Hans Müller vor der Zerstörung gerettet wurde, stiftete Frau Hildegard Moskopp / Wullenstetten, die letzte Besitzerin, im Jahr 2003 der Stadt Senden.


 

 

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