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Unsere Städtefreundschaft mit Senden (Westfalen)

 

Mit ihren ca. 20.000 Einwohnern liegt Senden im Westen des Kreises Coesfeld, in der reizvollen Münsterländischen Landschaft, die zahlreiche Bauwerke des bedeutendsten Barockbaumeisters im nordwestdeutschen Raum, Johann Conrad Schlaun (1695 – 1773), vorweisen kann. Nicht nur in Münster (Residenzschloss, Erbdrostenhof, Clemenskirche) sondern auch im Münsterland begegnen wir dem berühmten Architekten u.a. auf Schloss Ahaus und dem bekannten Rüschhaus, einer eleganten Synthese von Wasserschlösschen und Bauernhaus, das einige Jahre der großen deutschen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) als Wohnsitz diente. Hier skizzierte sie als erste Schriftstellerin in ihren Balladen ihre westfälische Heimat, insbesondere die Heide- und Moorlandschaft, die „so anmutig ist, wie der gänzliche Mangel an Gebirgen, Felsen und belebten Strömen dieses immer gestattet“. Seit 1936 ist im Rüschhaus ein Museum untergebracht, das Erinnerungsstücke der Dichterin präsentiert.
Es kann durchaus sein, dass sie Senden kannte und heute sicherlich gerne wieder Station machen würde, fallen doch neben den gepflegten Ortsteilen (Bösensell, Ottmarsbocholt, Venne) mit ihren noch existierenden charmanten, idyllischen Fachwerkhäusern (Foto) die weitläufigen Grünanlagen ins Auge. Nicht nur der Bürgerpark mit seinem alten Baumbestand und der mit Brücken überspannten Teichanlage, sondern auch das Naturschutzgebiet Venner Moor mit seiner seltenen Flora und Fauna sind beliebte Anziehungspunkte für Naturfreunde. Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, klare Beschilderungen und detaillierte Karten ermöglichen es dem Besucher Senden und Umgebung auf beschauliche Weise kennen zu lernen. Erholsame und abwechslungsreiche Tage gewährleisten die münsterländische Landschaft und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Senden und seinen Teilorten.
Eng verbunden mit der Geschichte des Ortes ist das Wasserschloss Senden (Foto), umgeben von einer breiten Gräfte und baumbestandenem Ringwall. In dem in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach umgebauten und nach Plünderungen und Bränden wieder aufgebauten Schloss residierte jahrhundertelang das Geschlecht der Droste zu Senden. Nachdem wir zu Beginn unserer Reise bereits Bekanntschaft mit dem Baumeister Johann Conrad Schlaun gemacht haben, begegnet er uns nun zwischen Bösensell und Senden wieder. Das Haus Ruhr, eine Wasseranlage mit kleinem Herrenhaus, das im Kern aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammt, wurde von J.C. Schlaun 1742 umgebaut. Darüber hinaus erhielt das nordöstlich von Bösensell gelegene Rittergut Alvinghoff eine Wasseranlage und ein Herrenhaus von Schlaun, erbaut um 1750. Auch das Haus Alvinghoff wurde von ihm als eines der ersten Herrenhäuser in Westfalen nach französischem Vorbild, im Typ der sogenannten „Maison de Plaisance“, errichtet. Zum Abschluss unserer Besichtigungen unternehmen wir noch einen Abstecher nach Venne und Ottmarsbocholt, östlich an Senden vorbeifahrend. Die äußerlich unscheinbare, kleine Pfarrkirche von Venne verbirgt eine ornamentale Holzdeckenbemalung aus dem 16. Jahrhundert, die einzigartig in Westfalen ist. Das spätgotische Sakramentshäuschen aus dem 15. Jahrhundert und mehrere figürliche Plastiken aus dem 16. und 18. Jahrhundert stellen weitere Kunstschätze der Kirche dar. In Ottmarsbocholt ist noch die dreigeschossige Holländerwindmühle sehenswert, das Wahrzeichen des Ortes aus dem Jahre 1858.
Bevor wir die reizvolle Münsterlandschaft wieder verlassen, um gen Süden zu fahren, wollen wir noch ein letztes Mal in die Geschichte „eintauchen“; sind doch von den einstmals 3000 Burgen und Adelshäusern Westfalens allein im Münsterland noch mehr als 100 Schlösserträume erhalten geblieben. Die wohl großzügigste Schlossanlage Westfalens befindet sich in Nordkirchen (Foto). Das gleichnamige Schloss wird nicht zu unrecht „Westfälisches Versailles“ genannt, von G.L. Pictorius begonnen und nach 30-jähriger Bauzeit von dem uns inzwischen so bekannten Architekten J.C.Schlaun vollendet. Wir verabschieden uns vom Münsterland mit einem Besuch der Burg Hülshoff (Foto), dem Geburtshaus der romantischen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, über das sie einmal schrieb:

„Du Vaterhaus mit deinen Thürmen,
vom stillen Weiher eingewiegt,
wo ich meines Lebens Stürmen,
so oft erlegen und gesiegt,
ihr breit gewölbten Hallen,
die jung und fröhlich mich gesehen,
wo ewig meine Seufzer wallen,
und meines Fußes Spuren stehen.“
 
Und so zeigt sich noch einmal am Ende unserer Reise, dass es von Johann Conrad Schlaun zur großen deutschen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff im Münsterland nur ein kurzer Weg ist, auch wenn nahezu 100 Jahre zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Persönlichkeiten liegen.
 

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